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Barrierefreies Reisen

Barrierefreies Reisen


© stock.xchng

Urlaub ist für viele die schönste Zeit des Jahres. Doch für Menschen mit Behinderungen stellt die Urlaubsplanung eine besondere Herausforderung dar. Inzwischen gibt es aber viele Angebote speziell für Menschen mit Handicap. smavel.com hat zahlreiche Informationen für die barrierefreie Reise zusammengestellt.

Denn egal, ob mit Bus, Bahn, Flugzeug, Schiff oder Auto - es gibt viele hilfreiche Tipps, die die Reise erleichtern können und die Vorfreude auf den Urlaub steigern.

Bahnfahren mit Handicap

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© Andreas Moll / pixelio

Um Behinderten das Reisen mit der Bahn zu ermöglichen sind Eisenbahnunternehmen verpflichtet, Programme aufzustellen, die die Barrierefreiheit unterstützen. Dazu gehören unter anderem Maßnahmen wie Rampen oder Aufzüge, die zusätzlich zu Treppen gebaut werden. Große Bahnhöfe sind in der Regel gut auf Behinderte eingestellt. Bei kleineren Bahnhöfen sollte sich der Reisende vorher über die Gegebenheiten informieren. Unter der bundeseinheitlichen Servicenummer 01805-512 512 (14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz) können Ein- oder Ausstiegshilfen an den Bahnhöfen angefordert werden.

Doch nicht nur an der Infrastruktur wird gearbeitet: Seit dem 1. September 2011 hat die Deutsche Bahn die Bedingungen für Behinderte deutlich verbessert. So können diese alle Regional- und S-Bahnen mit Schwerbehinderten-Ausweis und Wertmarke in ganz Deutschland kostenlos benutzen. Bei einem entsprechenden Vermerk im Ausweis kann auch eine Begleitperson kostenfrei mitreisen.

Barrierefreies Reisen mit dem Bus

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© Fionn Große / pixelio

Egal ob mehrtägige Reisen ins Ausland oder kurze Städtetrips - besonders bei älteren Menschen sind Busreisen beliebt. Damit Reisebusse auch von Behinderten genutzt werden können, sollten verschiedene Punkte berücksichtigt werden: So müssen zum Beispiel barrierefreie Toiletten und spezielle Hebevorrichtungen oder Rampen für Rollstühle vorhanden sein. Der Bundesverband Deutscher Busunternehmer bietet ein Verzeichnis barrierefreier Reisebusse in Deutschland zum Download an.
 
Fliegen mit Behinderung

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Um möglichst problemlos mit dem Flugzeug verreisen zu können, sollten Behinderte schon bei der Reisebuchung auf ihre Behinderung hinweisen. Aus Sicherheitsgründen dürfen mobilitätseingeschränkte Fluggäste nicht an den Notausgängen und auf Gangplätzen sitzen. Wem das Umsetzen schwer fällt, sollte daher schon beim Check-In darauf hinweisen und ggf. nach einem anderen Platz fragen.

Rollstühle müssen Airlines kostenlos transportieren. Elektro-Rollstühle mit nicht auslaufsicherer Nassbatterie werden aus Sicherheitsgründen allerdings nicht befördert. Bei E-Rollstühlen mit Trockenbatterie müssen die Kabelanschlüsse von der Batterie abgeklemmt, die Batteriepole isoliert und die Batterie fest auf dem Rollstuhl gesichert werden. Außerdem sollte man im Voraus die Maße und das Gewicht des Elektrorollstuhls angeben. Auf Langstreckenflügen ist häufig ein Bordrollstuhl vorhanden, mit dem Gehbehinderte die Toilette erreichen können.
 
Begleithunde dürfen meistens ebenfalls kostenlos oder vergünstigt mitreisen. In der Regel dürfen sie auch mit in die Kabine genommen werden. Die Ein- und Ausfuhrbestimmungen der Zielländer müssen dabei eingehalten werden.
 
Vielflieger mit Behinderungen können von der "Fremec-Card" profitieren, die von der Lufthansa in Zusammenarbeit mit anderen Fluggesellschaftenen entwickelt wurde. In dieser wird festgehalten, welche Unterstützung der Fluggast benötigt. So wird nicht nur die Zeit beim Check-In verkürzt, sondern auch sichergestellt, dass der Reisende die richtige Betreuung erhält. Unter folgendem Link können Sie das Formular zur Beantragung einer Fremec-Card herunterladen.

Schiffreisen mit Behinderung

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© Jens Goetzke / pixelio

Bei Reisen mit Kreuzfahrtschiffen sollte man sich im Vorfeld gut über das Schiff informieren, um sicherzustellen, dass die speziellen Bedürfnisse berücksichtigt werden können. Der Sozialverband VdK bietet eine Liste von Kreuzfahrtschiffen mit behindertengerechten Kabinen an.
 
Von Elektro-Rollstühlen ist auf Schiffen aufgrund der Größe eher abzuraten. Mit kleineren Faltrollstühlen lassen sich schmale Gänge leichter bewältigen. Wenn möglich sollten eigene Rollstühle mitgebracht werden - die vorhandenen sind häufig für die Krankenstation vorbehalten.
 
Wer besondere Diäten einhalten muss, sollte dies vor der Anreise mitteilen. Einige Schiffe bieten außerdem einen Dialyse-Service an. Dieser ist in der Regel so mit dem Fahrplan abgestimmt, dass die Dialyse-Patienten auch an den meisten Landgängen teilnehmen können.
 
Barrierefreies Camping

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© bluefeeling / pixelio

Wer gerne in seinen "eigenen vier Wänden" unterwegs ist, muss darauf nicht verzichten - auch nicht mit Behinderung. Viele Campingplätze sind mittlerweile behindertenfreundlich eingerichtet. Unter www.camping-in-europa.de können Sie nach barrierefreien Campingplätzen in ganz Europa suchen.
 
Der Vorteil am Camping liegt darin, dass körperlich eingeschränkte Menschen ihr Reisemobil genauso einrichten können, wie sie es benötigen. Außerdem gibt es einige Anbieter, die Wohnmobile für Rollstuhlfahrer verkaufen bzw. vermieten oder das Wohnmobil nach den individuellen Anforderungen umbauen.

Reisen mit dem Auto

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© Querschnitt / pixelio

Die meisten Raststätten an deutschen Autobahnen haben sich inzwischen auch auf behinderte Gäste eingestellt. Behindertenparkplätze gehören in der Regel zur Standardausstattung. Darüber hinaus bieten einige Raststätten auch Telefonzellen und WCs für Rollstuhlfahrer. Die Internetseite von Tank & Rast gibt Auskunft über die Ausstattung deutscher Raststätten.
 
Um behindertengerechte Toiletten ausschließlich denen vorzubehalten, die sie benötigen, wurde der Euroschlüssel eingeführt. Rollstuhlfahrer - aber unter anderem auch Blinde oder an Multipler Sklerose Erkrankte - können den Einheitsschlüssel bestellen und erhalten so Zugang zu Behindertentoiletten in Bahnhöfen, Freizeitanlagen und Raststätten. Das Schließsystem ist beinahe flächendeckend in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu finden.

Den Euroschlüssel können Sie auf der Website des Clubs Behinderter und ihrer Freunde, Darmstadt und Umgebung e. V. bestellen.
 
Einige Tankstellen bieten außerdem ein Dienst-Ruf-System (DRS). Hinter dem DRS verbirgt sich ein Funksystem, das Autofahrern mit Behinderung das Tanken erleichtern soll. Ein Sender übermittelt der angefahrenen Tankstelle ein Signal, die zur Bestätigung ein Signal zurücksendet. Die Tankstelle ist nun auf die speziellen Anforderungen des Fahrers eingestellt. Eine Servicekraft kann dann z.B. das Fahrzeug betanken, ohne dass der Fahrer aussteigen muss. Nachteil an diesem System ist lediglich der hohe Preis. Auf der Website des Sozialverbands VdK können Sie sich einen Antrag auf einen DRS-Handsender herunterladen.

 Liste deutscher Tankstellen mit DRS      Liste deutscher Autobahn-Tankstellen mit DRS

Auch für Menschen mit Behinderung gibt es also inzwischen zahlreiche interessante Reise-Angebote. Es empfiehlt sich bei Interesse auf jeden Fall, bereits rechtzeitig vor Urlaubs-Beginn Kontakt zu entsprechenden Reiseveranstaltern aufzunehmen, um alle Details zu klären, damit einem schönen Urlaub nichts mehr im Wege steht.

 Übersicht: Anbieter für barrierefreies Reisen

 Link-Tipp: Handys für Menschen mit Behinderung



Alle Angaben ohne Gewähr