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Helsinkis U-Bahn-Netz wächst um zwei Drittel


© Markus Schröppel / pixelio

Seit 1982 rollt in Helsinki die U-Bahn. Die orangefarbene Metro ist die einzige in Finnland und zugleich die nördlichste U-Bahn der Welt; sie verzeichnet jährlich circa 63 Millionen Fahrgäste. Von einem Netz kann streng genommen nicht die Rede sein, denn es besteht aus nur einer Linie, die sich am östlichen Ende in zwei Zweigstrecken aufteilt.

Bald wird die Linie um acht neue Stationen erweitert. Da es sich bei der Neustrecke um eine Verlängerung der bestehenden Linie nach Westen handelt, bleibt die charakteristische, einer zweizinkigen Gabel ähnelnde Linienkarte genauso schlicht wie bisher.

Die Metro wird oft als ein Verkehrsmittel Ost Helsinkis wahrgenommen, denn der bisherige westliche Endbahnhof Ruoholahti liegt in der Innenstadt, von wo aus die Strecke ausschließlich Richtung Osten führt. Nach der Erweiterung verlagert er sich 14 km westlich nach Matinkylä, das schon der Nachbargemeinde Espoo angehört. Dadurch entsteht eine durchgängige Ost–West-Verbindung, die den äußersten Stadtrand im Osten Helsinkis über den Hauptbahnhof mit den westlichen Vororten Espoos verknüpft.

Hauptstadtregion wächst zusammen

Die Westerweiterung dient der Entwicklung der ganzen Hauptstadtregion, die derzeit etwa 1,1 Millionen Einwohner hat. Besonders Pendler aus Espoo, wo sich sechs von den acht neuen Stationen befinden, profitieren davon. Eine neue Bahnverbindung ins Zentrum bekommt unter anderem die Aalto-Universität. Der Bahnhof Aaltoyliopisto im Stadtteil Otaniemi liegt mitten auf dem Campus, den der Architekt und Namensgeber dieser Universität für Technik, Wirtschaft und Kunst Alvar Aalto entworfen hat. Die Weiterfahrt zur nächsten Station auf der Strecke, Tapiola, führt in ein repräsentatives Beispiel der modernen finnischen Stadtplanung der 1950–60er Jahre. Dieser als Gartenstadt angelegte Stadtteil gilt als Zentrum von Espoo – die zweitgrößte finnische Stadt besteht ansonsten vor allem aus einzelnen Siedlungen.

Dank des Bahnanschlusses wird die Stadtstruktur in Espoo jetzt kompakter. Rund um die neuen U-Bahnhöfe werden verstärkt Wohnungen gebaut, die die wachsende Metropolregion dringend braucht. Die Verbesserung des Nahverkehrsangebots soll vor allem dazu anregen, dass die Menschen ihr Auto zu Hause stehen lassen. In Planung ist sogar, dass die Autobahn aus Espoo, die heute bis ins Stadtzentrum Helsinkis führt, künftig zur Straße umgestaltet und mit Wohnungen bebaut wird.

Weitere Informationen unter www.lansimetro.fi

(Quelle: Oskari Lampisjärvi/Stadt Helsinki)


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