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Themenreisen

Extremtourismus - muss man das erlebt haben?


© stock.xchng

Wie - Sie haben im Urlaub entspannt und sich mit Sonnenbaden und Strand-Spaziergängen zufrieden gegeben? Wie sind Sie denn drauf!? Höher, schneller, weiter ist das neue Motto im Tourismus! Baden und wandern war gestern, heute erklimmt man die höchsten Gipfel, besichtigt Schauplätze von Katastrophen und lässt sich nebenbei noch eine neue Nase verpassen …

Erlebnissport steht weit vorne bei den Extremtouristen. Der Kollege erzählt von einer Radtour durch die Heide? Was für eine Schnarchnase! Heute geht es auf zum Höhlentrekking, man geht mit Haien tauchen, stürzt sich ins Canyoning und macht sich auf zu Himalaya-Expeditionen - Höhenkrankheit und Todesangst inklusive. Denn was wär schon ein Urlaub ohne den gewissen Nervenkitzel?

Auch Sahara-Trips mit Hoffnung auf eine echte Entführung sind begehrt. Und wer nichts dem Schicksal überlassen will, kann bei einem französischen Anbieter auch gleich eine Entführung buchen. Nein, das ist kein Scherz (www.ultimerealite.fr). 

Palmen, Strand und neue Nase

Vielleicht muss man den Begriff "All-Inclusive" irgendwann neu definieren. Denn einige Pauschalreisen beinhalten nicht nur das Luxushotel mit Vollverpflegung, sondern auch die Gesichtsstraffung, die neue Nase oder die größeren Brüste. Operationen sind im Ausland einfach günstiger. Und wenn man bei der Behandlung schon so viel spart, kann man wenigstens im Urlaub ordentlich auf den Putz hauen …

Mama, wieso leuchten meine Hände?

Die Ukraine gehört normalerweise nicht zu den Urlaubs-Hochburgen. Wäre da nicht Prypjat, eine kleine Stadt an der Grenze zu Weißrussland. Ein Unfall im Kernkraftwerk Tschernobyl 1986 machte den Ort über Nacht berühmt. 2011 wurde das Gebiet um das Kernkraftwerk für den Tourismus geöffnet und die verstrahlte Geisterstadt wurde zum Touristen-Magnet. Den Besuchern wird geraten, bei der Besichtigung alte Schuhe zu tragen - aufgrund der Strahlung sollten die nach dem Besuch nämlich am besten entsorgt werden. In unmittelbarer Nähe darf man sich trotz Atemschutz und Handschuhen nur wenige Minuten aufhalten, denn die Strahlung ist noch immer hoch. Das nimmt man jedoch gerne in Kauf, wenn man dafür den Auslöser für zig Todesfälle und unzählige Krebsopfer hautnah erleben darf.

Völlig losgelöst

Wem Achttausender noch immer nicht hoch genug sind, der kann sich kurzerhand auch ins All schießen lassen. Eine US-amerikanische Firma bietet nicht nur "Null-Gravitations-Flüge" an, sondern schickt die schwerreichen Urlauber auch bis zur Internationalen Raumstation (ISS). In Zukunft sind sogar Flüge um den Mond geplant. Wann sie die ersten Touristen darauf abwerfen, ist allerdings noch offen.

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